Standpunkte beschlossen und Delegationen gewählt

 

Die Jusos im Kreis Verden trafen sich im JUZ Verden. Auf der Tagesordnung standen gleich zwei Veranstaltungen: Zum einen hielten die Jungen Sozialdemokraten eine Kreismitgliederversammlung ab, um ihre inhaltlichen Ziele zu diskutieren und zu beschließen, sowie Delegationen für die Bezirks- und Landesebene zu wählen. Zum anderen hatten die Jusos den umweltpol. Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Dr. Matthias Miersch, zu Gast, der umfassend über die „Zukunftsperspektive Energiewende" informierte.

„Bevor wir zum offiziellen Teil dieser Veranstaltung kommen, möchte ich die Zeit nutzen, der Opfer der norwegischen Terroranschläge mit einer Schweigeminute zu gedenken.“, eröffnete Manuel Kramer, Juso-Kreisvorsitzender, die Veranstaltung. „Die Ereignisse trafen uns hart. Nicht nur, aber besonders, weil es sich um einen schrecklichen Anschlag auf unsere norwegische Schwesterorganisation handelt. Unsere Trauer darüber wollten wir zum Ausdruck bringen, auch wenn die Zeit bei einer solchen Veranstaltung immer knapp bemessen ist. Aber die Zeit haben wir uns genommen.“, erklärte Kramer weiter.

Als Gäste durften die Jusos Lutz Brockmann (Bürgermeister Stadt Verden), Jan Flacke (Vorsitzender Juso-Bezirk Nord-Niedersachsen) und Jonathan Schorling (Vorsitzender Jusos Niedersachsen) begrüßen. Alle drei hielten kurze Grußworte, um unter anderem über die überregionale Arbeit der Jusos zu informieren und die Wichtigkeit demokratischen Engagements, vor allem unter Jugendlichen zu betonen.

In der Folge wurden Delegationen für die Bezirks-Delegiertenkonferenz der Jusos Nord-Niedersachsen und zum ersten Mal auch direkt für den Landeskongress der Jusos Niedersachsen gewählt. „Es ist den Kreisverbänden nun direkt möglich, Delegierte zur Landeskonferenz zu entsenden. So möchten wir die unteren und oberen Ebenen besser miteinander verzahnen. Nun ist es besser möglich, dass Meinungen aus der Basis in den kommunalen Verbänden schnell in die überregionale Arbeit einfließen. Es ist ein Ausdruck von basisdemokratischer Öffnung.“, erläuterte Juso-Landesvorsitzender Schorling.

Inhaltliche Diskussionen gab es dann um das neue Arbeitsprogramm der Jusos im Kreis Verden: „Standpunkte 2011: Soziale Politik. Heute!“ Das Programm beleuchtet Positionen der Jungen Sozialdemokraten zu den Bereichen Bildung, Arbeit und Ausbildung, Jugend, Kultur & Freizeit, Wirtschaft und Umwelt. Mit einigen kleinen Änderungen wurde das Programm von der Vollversammlung beschlossen. Nach einer grafischen Überarbeitung soll das Programm Anfang September online unter www.jusos-verden.de präsentiert werden.

Nach der Kreismitgliederversammlung ging es dann mit der Veranstaltung „Zukunftsperspektive Energiewende“ weiter. Dr. Matthias Miersch, umweltpolitischer Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, war dazu extra nach Verden angereist. Nach einem gemeinsamen Besuch zusammen mit Bürgermeister Brockmann (SPD) und Vertretern der Jusos im Ökozentrum, bei der nichtstaatlichen Demokratie-Organisation campact, schaute der Bundestagsabgeordnete auch im Jugendzentrum vorbei.

Mit einem unterhaltsamen - aber vor allem lehrreichen - Vortrag informierte Miersch über die Folgen, Herausforderungen und Chancen des Endes des Atomzeitalters. „Wir wollen bis 2050 eine Energieversorgung aus 100% regenerativen Quellen. Das ist keine unmögliche Aufgabe, sondern eine Frage des politischen Willens.“, betonte der SPD-Umweltexperte. Um dies zu erreichen, müsse man auf Übergangslösungen, wie hocheffiziente Gaskraftwerke, setzen. Dabei dürfe aber der kontinuierliche Ausbau der Erneuerbaren nicht in den Hintergrund geraten. Auch der Anteil der Energieerzeugung aus Kohle müsse langsam vermindert werden. „Besonders aufpassen muss man auch mit Biomasseanlagen. Unser Energiekonsum darf nicht eine Vermaisung der Landwirtschaft bedingen. Hier muss man die Natur besonders schonen.“, merkte Miersch zusätzlich an. „Der wichtigste Bereich weist zudem auch die meisten Möglichkeiten auf: Energieeffizienz und Stromsparen.“ So kann der Gesamtstrombedarf massiv vermindert werden und Diskussionen um die Erzeugung wären hinfällig.“

In der anschließenden Diskussion wurde deutlich, dass die Jugendlichen die Energiewende als Chance ansehen, deren Herausforderungen sie gerne annehmen. Denn jeder kann durch Anbieterwahl und Energiesparen seinen Teil zur Energiewende beitragen.
 

 

 


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